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Antreiber
Innere Antreiber – was uns leitet und manchmal unter Druck setzt

Unsere inneren Antreiber prägen, wie wir arbeiten, führen und mit Druck umgehen.

Oft helfen sie uns – manchmal treiben sie uns jedoch an Grenzen.


Warum reagiere ich in bestimmten Situationen immer wieder ähnlich? Was beeinflusst mein Verhalten – und habe ich überhaupt die Möglichkeit, daran etwas zu verändern?


Hast du dir auch schon einmal diese Fragen gestellt?


Innere Antreiber sind tief verankerte innere Regeln und Überzeugungen, die sich im Laufe unseres Lebens entwickeln. Sie entstehen unter anderem durch frühe Erfahrungen, durch Erwartungen von Bezugspersonen, durch soziale Normen sowie durch das, was wir im Laufe der Zeit als „richtig“ oder „erwünscht“ gelernt haben.


Diese Antreiber wirken meist unbewusst. Sie beeinflussen, wie wir denken, entscheiden und handeln – insbesondere in Situationen, die wir als fordernd oder belastend erleben. Unter Druck greifen wir häufig automatisch auf vertraute Verhaltensmuster zurück. Erst im Nachhinein entsteht dann manchmal die Frage: Warum habe ich gerade so reagiert?


Das Konzept der inneren Antreiber stammt aus der Transaktionsanalyse (Taibi Kahler, Reinhard Köster, Bernd Schmid, Joachim Hipp u.a.). Diesen Autoren erschienen fünf Antreiber als besonders typisch:


  • Sei stark

  • Sei perfekt

  • Mach es allen recht

  • Mach schnell

  • Streng dich an


Diese Antreiber sind nicht grundsätzlich problematisch. Im Gegenteil: Sie stehen oft für Fähigkeiten, die im beruflichen Kontext hilfreich und notwendig sind. Herausfordernd werden sie dann, wenn sie unreflektiert und mit einem inneren „immer“ verbunden sind. Sorgfalt ist wichtig – doch nicht jede Aufgabe verlangt Perfektion. Einsatzbereitschaft ist wertvoll – aber nicht um den Preis der eigenen Erschöpfung.


Der folgende Selbsttest, der von Karl Kälin und Peter Müri publiziert wurde (2015), umfasst 50 Aussagen (Dauer ca. 8 Minuten) und lädt dazu ein, die eigenen Antreiber bewusster wahrzunehmen.


Beantworte die Fragen ohne lange zu überlegen. Du erhältst ein detailliertes Ergebnis, das Dir aufzeigt, welche der fünf inneren Antreiber in Dir am stärksten wirken, welche Gedanken sie beeinflussen und wie Du sie positiv für Dich einsetzen kannst. 


Diese Bewusstheit kann ein erster Schritt sein, um automatisierte Muster zu hinterfragen und situativ stimmigere Handlungsspielräume zu entwickeln.


Welche Antreiber sind bei dir besonders wirksam – und wie gehst du mit ihnen um?



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